Facebookmarketing- Eine Einführung für Unternehmer

"Lohnt sich Facebookmarketing für mein Unternehmen?", ist eine Frage die viele Unternehmer beschäftigt. Facebook wurde 2004 von Mark Zuckerberg, einem Harvardstudenten programmiert und ins Leben gerufen.

Der wesentliche Unterschied zum Internet in seiner ursprünglichen Form („Web 1.0: Webseiten und E-mails“) ist, dass im sogenannten Web 2.0 (dazu gehören Facebook, Twitter, Linked in und Co.), Inhalte jeglicher Form miteinander bewertet, kommentiert und miteinander verknüpft werden können.

Nun werden Sie denken, das gibt es bei Amazon doch schon lange. Dort können Produkte doch schon immer bewertet und rezensiert werden. Aber der grundlegende Wandel den Facebook enorm beschleunigt hat liegt weniger in der Technologie, sondern in dem veränderten Verhalten der Nutzer. Durch internetfähige Mobiltelefone, Hotspots und den massiven Ausbau der Breitbandverbindungen kann man nahezu jederzeit an  jedem Ort auf jedwede Form der Informationsbeschaffung und Kommunikation zurückgreifen.

Die Kommunikation wird dabei immer aktiver, persönlicher und vernetzter. Daher stammt auch der Ausdruck Social Media („Soziales Netzwerk“).

Facebookmarketing <=> Werbung

Jeder Konsument ist täglich bis zu 3000 Werbeeindrücken ausgesetzt von denen er 52 bewusst wahrnimmt. Es wird für die Unternehmen immer schwieriger von Ihren potenziellen Kunden wahrgenommen zu werden. Die Unternehmen suchen also ständig neue Wege, ihre Käufer zu erreichen. Die Konsumenten jedoch wollen sich nicht mehr auf die Werbung von Unternehmen verlassen. Sie vertrauen eher auf die Aussagen anderer Verbraucher, oder noch mehr vertrauen sie auf die Aussagen von Freunden und Bekannten. Sieben von 10 Käufern verlassen sich vor einem Einkauf auf die Empfehlung anderer Konsumenten und orientieren sich bei der Kaufentscheidung an den Empfehlungen anderer.  Vor diesem Hintergrund kann Facebookmarketing durchaus eine sinnvolle Ergänzung in der Kommunikationsstrategie sein.

 

Unternehmen können sich eine sogenannte Fanseite bei Facebook anlegen. Diese unterscheidet sich von der Seite für Privatnutzer dadurch, dass Sie individuell angepasst werden kann und man von dort aus nicht aktiv nach „Freunden“ suchen kann.  Eine Fanpage kann von einem Privatnutzer ausschließlich durch das Auslösen des „Gefällt mir“ Buttons aktiviert und die Seite somit abonniert werden.

Die Unternehmen haben nun also die Möglichkeit, in den direkten Dialog mit ihren  „Fans“ (Kunden und Interessenten) zu gehen und sich mit Ihnen auszutauschen. Sie können ihnen zusätzliche Mehrwerte und Informationen rund um ihr Produkt oder ihre Dienstleistung zur Verfügung zustellen.

Doch Vorsicht: Schnöde, direkte Werbung ist bei den Nutzern von Facebook nicht gut angesehen und wird schnell durch klicken des „ Gefällt mir nicht mehr“ Buttons abgestraft.

Facebookmarketing ist langfristig

Allein durch eine Facebookseite verdient das Unternehmen primär keinen Cent mehr. Es geht vielmehr darum, die Beziehung zu Kunden und Interessenten zu pflegen und auszubauen. Diese Vorgehensweise wiederum zielt natürlich langfristig darauf ab, mehr Umsatz mit den Kunden zu generieren. Die Betonung liegt hier auf dialogorientierter Langfristigkeit.

Einige Unternehmen haben auch schon die negativen Seiten von Facebook erlebt. So hat beispielsweise Nestle mit seiner Marke Kitkat  ein Waterloo erlebt als sie von Mitgliedern von Foodwatch für die Inhaltsstoffe ihres Produktes kritisiert worden sind. Man hat die negativen Kommentare gelöscht und dadurch einen Sturm der Entrüstung (in der Fachsprache „shitstorm“)gegen sich ausgelöst. Die Facebookseite wurde von Nestle schließlich vom Netz genommen.

Trotzdem macht es für viele Unternehmen Sinn, sich über einen Facebookauftritt  Gedanken zu machen. Allerdings sollte man das nicht tun, ohne vorher darüber nachgedacht zu haben: Was wollen wir mit einer Facebookseite erreichen und wie können wir unser Ziel erreichen?

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