Kapitalbedarfsplan

Was benötigen Sie als Anschubfinanzierung für die erste Geschäftsausstattung und als Überbrückung, bis die Einnahmen Ihre geschäftlichen und privaten Ausgaben vollständig decken? Diese Fragen beantworten Sie mit der Kapitalbedarfsplanung. Hier fließt die Planung des Eigenkapitals wie auch eine Finanzierung durch die Bank ein. Daher besteht der Kapitalbedarfsplan aus dem Investitionsplan und dem Finanzierungsplan.

 

Der Investitionsplan

Den konkreten Finanzierungsbedarf ermitteln Sie aus der Liquiditätsplanung (wann, wie lange und in welcher Höhe besteht eine Unterdeckung im laufenden Betrieb, die ausgeglichen werden muss) und aus Ihren Planungen zur Aufnahme des Geschäftsbetriebes: Was brauchen Sie an Ausstattung, Geräten, Möbeln etc., um Ihre Leistungen anbieten zu können und Umsätze zu erzielen? Dazu zählen auch Kosten für Marketing, Werbung, Grafik, die Erstellung eines Internetauftritts und der Druck von Geschäftsunterlagen. Müssen Materialien, Miete, Löhne oder Gehälter vorfinanziert werden? Eine Reserve für Unvorhergesehenes sollte immer eingeplant werden, da nicht alle Kosten in voller Höhe von vorn herein abschätzbar sind.

 

Der Finanzierungsplan

Wenn Sie alle Kosten zusammengetragen haben, geht es um die Finanzierung dieses Bedarfs: Was können Sie selbst (oder mit Hilfe der Familie /Bekannte) finanzieren? Das ist das Eigenkapital. Aus dem Eigenkapital sollte idealerweise die Reserve für Notfälle und Unvorhergesehenes zurückgehalten werden. Eine gewisse Eigenkapitalquote soll auf jeden Fall zur Verfügung stehen, damit die Abhängigkeit von externen Geldgebern nicht zu groß ist. Und die Eigenkapitalquote schafft bei den Banken auch Vertrauen in die Solidität Ihres Gründungsvorhabens. Die Höhe des Eigenkapitals ist natürlich abhängig von der Art Ihres Geschäftsbetriebes und den nötigen Investitionen.

 

Alles was nicht über Eigenkapital finanzierbar ist, muss entweder über Fremdkapital finanziert werden oder die Investition wird zurückgestellt.

Schätzen Sie realistisch ein, wann welche Investitionen wirklich notwendig sind. Vielleicht ist dadurch ein Fremdfinanzierung durch die Bank minimierbar oder überflüssig und kann bei Verschiebung der Investition in die Zukunft durch erste Geschäftseinnahmen finanziert werden. Das wird nicht immer funktionieren und ist abhängig von der Art Ihres Unternehmens und dem Gesamt-Finanzierungsbedarf.

 

Die Fremdfinanzierung erfolgt in der Regel über Bankkredite. Hier gibt es viele Möglichkeiten und die Auswahl ist abhängig von der Höhe des Kreditbedarfs und der Art der Investition. Kleinere Summen können zum Beispiel über die Hausbank oder ein Mikrofinanzinstitut bereitgestellt werden. Bei größeren Summen ist zu prüfen, ob Existenzgründerkredite bzw. geförderte KfW-Kredite möglich sind. Denn diese sind in der Regel günstiger in den Zinsen und die Hürden für die Aufnahme sind geringer. Klären können Sie diese Fragen vorab mit Ihrem Existenzgründerberater bzw. Unternehmensberater. Für das Gespräch mit der Bank brauchen Sie den Businessplan und einen soliden Finanzplan. Was noch im Bankengepräch zu beachten ist, haben wir hier für Sie zusammengestellt.

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