Der Finanzplan – wichtiger betriebswirtschaftlicher Bestandteil des Businessplans

Der Finanzplan bildet das Zahlenwerk Ihres Businessplans und wird Ihnen helfen, über die finanzielle Entwicklung Ihres Unternehmens jederzeit im Bilde zu sein. Zu einem Finanzplan gehören mehrere Teile:

  • Liquiditätsplan – gibt Auskunft über konkrete Zu- und Abflüsse von Geldern (Barmittel)
  • Rentabilitätsplan – Aufstellung über erwartete Kosten und Umsätze und daraus errechnet die Erträge

 

Diese Pläne sollten mindestens in Ihrem Finanzplan enthalten sein, da sie alle unterschiedliche Kennzahlen und betriebswirtschaftliche Betrachtungen Ihres Unternehmens zeigen.

 

Da gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens sich die Kosten-/Einnahmesituation sehr ändern kann, wird der Finanzplan für die ersten drei Jahre erstellt. Damit sind die Sondereffekte der Anlaufphase berücksichtigt.

 

Der Finanzplan sollte für das erste Jahr detailliert, also mindestens auf Monatsbasis erstellt werden. Für die beiden Folgejahre bietet sich entweder die monatliche oder eine quartalsweise Betrachtung an.

 

Gehen Sie sorgfältig an die Finanzplanung heran, den diese soll schon vorher Schwachstellen und Risiken aufdecken und helfen, im Voraus Finanzierungsbedarf und Liquiditätsengpässe zu erkennen. Solche Engpässe können zum Beispiel durch saisonale Schwankungen der Einnahmen oder einmalige Belastungen wie Steuerzahlungen entstehen. Investitionen in den Folgejahren oder steigende Kosten bei steigendem Umsatz werden berücksichtigt und können vorausschauender geplant werden.

 

Für das Gespräch mit Banken (z.B. als Kreditgeber) ist der Finanzplan sehr wichtig, um zu zeigen, dass Sie Kreditraten und –zinsen bedienen können, gleichzeitig auch die laufenden Kosten aus Umsätzen gedeckt werden können. Auch sollte eine positive Geschäftsentwicklung sichtbar sein. Mit einer guten nachvollziehbaren und realistischen Finanzplanung können Sie im Bankengespräch zeigen, dass Ihre Geschäftsidee auf einer soliden Basis steht.

 

Der Finanzplan sollte in den Folgejahren überprüft und angepasst werden: Ein Soll-Ist-Vergleich nach dem ersten Jahr zeigt, ob Umsätze und Kosten wie geplant eingetreten sind. Daraus ergibt sich, ob die Zahlen für die Folgejahre angepasst werden müssen und ob sich finanzielle Gefahren ergeben. Dann kann rechtzeitig gegengesteuert werden zum Beispiel mit kostensenkenden oder umsatzerhöhenden Maßnahmen.

Gleiches gilt, wenn Sie eine Geschäftserweiterung planen. Dann müssen die Finanzpläne mit den neuen Zahlen sorgfältig überarbeitet werden – wiederum mindestens für den Zeitraum von drei Jahren.

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